Natürliche Killerzellen: Wenn eine Erhöhung die Einnistung erschwert

Natürliche Killerzellen: Wenn eine Erhöhung die Einnistung erschwert

Natürliche Killerzellen: Wenn eine Erhöhung die Einnistung erschwert

Patricia und Georg haben einen unerfüllten Kinderwunsch. Ihre liebevolle und intensive Beziehung gibt ihnen sehr viel Kraft und die Krisen auf dem Kinderwunschweg haben sie noch fester zusammengeschweisst.

Gemeinsam haben sie sich nach zwei Jahren Kinderwunschzeit für den Gang in eine Kinderwunschklinik entschlossen, konnten doch bisher noch keine Gründe für die ausbleibende Schwangerschaft gefunden werden.

Patricias Zyklus ist regelmäßig, die Untersuchungen bei der Gynäkologin haben keine Auffälligkeiten ergeben, beide sind gesund und auch ihr soziales und berufliches Umfeld ist so, wie sie es sich wünschen.

Welches Hindernis könnte es auf dem Weg zum Wunschkind geben?

In der Kinderwunschkinik wurden beide ausführlich untersucht. Georgs Spermiogramm war ausserordentlich gut und Patricias hormonelle Lage war ebenfalls wunderbar.

Es wurden zwei IVF Behandlungen durchgeführt, die sehr gut anschlugen. Eine Schwangerschaft kam trotz bester Voraussetzungen nicht zustande.

Es kamen weitere Untersuchungen hinzu, bei denen ein möglicher Grund für die ausbleibende Schwangerschaft gefunden werden konnte.

Mit Hilfe einer immunologischen Untersuchung wurde festgestellt, dass die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) in Patricias Blut erhöht waren.

Mit einer Erhöhung der NK-Zellen kann es unter Umständen zu Störungen von gesunden immunologischen Vorgängen kommen.

Hinsichtlich einer gewünschten Schwangerschaft könnte es zum Beispiel zu einem wiederholten Einnistungsversagen kommen oder auch zu einer frühen Fehlgeburt.

Was sind Natürliche Killerzellen?

Die NK-Zellen sind eine Untergruppe der Lymphozyten (weißen Blutkörperchen) und gehören ganz regulär zu unserem Immunsystem dazu. Als Wächter unseres Immunsystems erkennen sie infizierte oder auch krankhaft veränderte Zellen und töten sie ab.

Wird eine größere Truppe an NK-Zellen gebraucht, wird ihre Anzahl im Blut erhöht.

Worin liegt das Problem?

Durch die Erhöhung der NK-Zellen kann es zu Störungen von gesunden immunologischen Vorgängen im Körper kommen. Wird eine Eizelle befruchtet, bedeutet das für unser Immunsystem eine große Leistung. Alle Vorgänge müssen optimal ineinander übergreifen.

Eine Schwangerschaft ist für den Körper ein ganz besondere Situation: Zum einem wird alles für die Entwicklung des Embryos getan und zum anderen wird das Erbmaterial des Vaters als „fremd“ eingestuft.

Sind die NK-Zellen erhöht kann es passieren, dass sich das Embryo nicht einnistet, oder nach der Einnistung wieder abgestossen wird.

Dabei sind die NK-Zellen nicht bösartig oder schlecht: sie sind vielmehr fehlgeleitet und greifen „aus Versehen“ neu entstehendes Leben an.

→ Für eine Einnistung und gesunde Schwangerschaft benötigen wir unabdingbar ein ausgeglichenes Immunsystem.

Patricias Therapieempfehlung

In der Kinderwunschklinik wurde Patricia eine Cortisonbehandlung (Dexamethason/Prednisolon) vorgeschlagen.

Das Cortison dämpft das Immunsystem und wird in den ersten Schwangerschaftswochen durchgehend täglich eingenommen. Die Wirkstoffmenge und auch die Länge der Einnahme kann jedoch erheblich schwanken. Regelmäßige Blutkontrollen beim Arzt geben Aufschluss, wie viel und wie lange das Medikament gegeben werden muss.

Cortison ist ein Hormon (Cortisol) und ein Medikament zugleich: Es hemmt Entzündungen und unterdrückt immunologische Reaktionen. Sollte also zusätzlich noch ein Entzündungsprozess laufen (wie zum Beispiel bei autoimmunen Erkrankungen), würde dieser gleich mit gepuffert.

Die NK-Zellen werden durch das Medikament in ihrer Aktivität gebremst, was einer Einnistung und dem Fortbestehen einer Schwangerschaft zugute kommen soll.

Vorteil: Cortison wirkt schnell.

Der Zwischen-Stopp

Patricia und Georg riefen mich in der Kinderwunschpraxis an und baten zunächst um einen Beratungstermin.

In unserem Treffen schilderten sie mir kurz Ihren Weg und ihre Sorgen. Es stellte sich heraus, dass sie sich mit der Empfehlung der Cortison-Einnahme nicht recht wohl fühlten. Patricia fragte sich, ob es eine Alternative in der ergänzenden Medizin gäbe.

Sie hatten das Verständnis, dass Cortison zwar ein gängiges und erprobtes Medikament sei, jedoch nicht an der Ursache der erhöhten NK-Zellen ansetze.

„Was macht das Cortison mit meinem Körper, wenn ich es längerfristig einnehmen muss? Was passiert, wenn es langsam abgesetzt wird? Und vor allen Dingen: was kommt danach?“ fragte sich Patricia.

Während der Beratungsstunde filterte ich die Bedürfnisse und Wünsche von dem Paar und machte ihnen folgenden Vorschlag:

Machen wir uns zuerst auf die Suche nach der Ursache.

Der Körper muss einen Grund haben, warum die NK-Zellen vermehrt aktiv sind.

Ursächlich können mehrere Dinge in Betracht kommen. In der Anamnese, also der Vorgeschichte des Menschen, kann man die Ursachen eingrenzen und dann gezielt in die Untersuchung gehen.

Patricias Blut wurde erneut ins Labor geschickt. Diesmal mit dem Auftrag, ihren Immunstatus abzubilden.

Mit Hilfe eines Immunstatus kann man sehen, ob das Immunsystem „zu reaktiv“ oder „zu schwach“ arbeitet. Darüber hinaus kann man erkennen, ob das Immunsystem mit einer bakteriellen oder einer viralen Belastung zu tun hat. Beide Varianten können eine große immunologische Rolle spielen.

Ergänzend zum Immunstatus haben wir ein paar spezielle „Suchaufträge“ nach Viren und Bakterien gemacht, die zu Patricias persönlicher Situation passten.

Das Labor-Ergebnis

Patricias Ergebnis zeigte, dass ihr Immunsystem mit Viren kämpft. Dafür muss sie sich nicht krank fühlen: Der Kampf läuft vielmehr im Hintergrund ab und kann sich durch vielfältige – im Einzelfall nicht auffällige – Symptome bemerkbar machen.

Manche Viren haben die Fähigkeit, sich der Kontrolle des Immunsystems zu entziehen und es anschliessend zu manipulieren. Es gibt hochentwickelte Viren, die in den Zellen sitzen und die Sprache des Immunsystems nachahmen können. Sie unterbinden Abläufe, manipulieren Zellen oder bremsen Abläufe aus.

Patricias Körper hatte verstärkt mit Viren der Herpes-Gruppe zu tun – ohne dass sie die klassischen Herpes-Bläschen an der Lippe hatte oder andere signifikante Symptome. Unter anderem war ihr Immunsystem auch durch eine Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus geschwächt, von dessen Existenz sie niemals etwas bemerkt hatte.

Ihre NK-Zellen schossen als natürliche Konsequenz in die Höhe, um die infizierten Zellen zu eliminieren.

Die Therapie

Patricia bekommt nun in den nächsten Monaten eine Therapie, die sich „Mikroimmuntherapie“ nennt. Mit Hilfe dieser sanften Methode kann das Immunsystem moduliert, und zeitgleich auf den Erreger eingegangen werden.

Zum Einsatz kommen hoch verdünnte immuneigene Substanzen, die Informationen an das Immunsystem übermitteln. Das gestörte Immunsystem wird nach und nach wieder in die Lage versetzt, natürlich und effizient zu reagieren.

Weitere Inhaltsstoffe zielen auf bestimmte Eiweißstrukturen des jeweiligen Virus ab. Wird das Virus beim „Ablesen“ oder „Übersetzen“ gehemmt, ist es nicht weiter lebensfähig und kann sich somit auch nicht weiter ausbreiten. Dem Immunsystem wird Schritt für Schritt Luft verschafft.

Luft die es braucht, um anschliessend wieder regelrecht zu arbeiten und angemessen reagieren zu können.

Die Mikroimmuntherapie ist eine ausgeklügelte Therapieform: Sie nutzt die gleichen Kommunikationswege wie das Immunsystem. Eine sehr kluge Vorgehensweise, wie ich finde.

Die Vorteile

  • Die Mikroimmuntherapie setzt direkt am Immunsystem an.
  • Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt.
  • Die Therapie kann zuhause weitergeführt werden.
  • Die Einnahme erfolgt unter der Zunge = sehr gute Aufnahme von Informationen durch immunkompetente Zellen.
  • Es sind nur sehr kleine Wirkstoffdosen erforderlich.
  • Die Therapie ist mit den meisten anderen Therapien gut vereinbar.
  • Sie dient der Behandlung von Symptomen und Ursachen.

Die Nachteile

  • Man braucht ein wenig Geduld. Je nach Ausprägung sollte man mindestens 3-4 Monate Behandlungszeit einplanen.

Patricia & Georg

Für Patricia und Georg ist dieser Weg eine sehr gute Alternative. Die Behandlungsintervalle im Kinderwunschzentrum haben sie körperlich und seelisch extrem gefordert. Ihr Wunsch war es, sich zu sammeln, zu erholen und eine Pause zu haben, die sie sinnvoll nutzen können.

Patricias Immunsystem erhält die Chance, wieder in Balance zu kommen. So schaffen wir auf sanfte und zugleich effektive Weise eine gute Ausgangsposition für eine natürliche oder auch assistierte Empfängnis sowie eine gesunde Schwangerschaft.

Ilka Sterebogen

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Kinderwunschpraxis Sterebogen

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

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Zeugungsunfähig: Diagnoseschock für Männer im Kinderwunsch

Zeugungsunfähig: Diagnoseschock für Männer im Kinderwunsch

Zeugungsunfähig: Diagnoseschock für Männer im Kinderwunsch

In der Regel nehmen die Frauen zuerst eine Beratung oder Untersuchung in Anspruch, wenn es mit dem Schwangerwerden nicht so schnell klappen will.

Es scheint irgendwie in uns Frauen zu stecken, die Initiative zu ergreifen und alle Hebel in Bewegung zu setzen. Es gibt schließlich viele Gründe, die bei Frauen mit einer ungewollten Kinderlosigkeit zugrunde liegen können.

Doch ebenso viele Gründe kann es auch beim Mann geben. Längst haben wir in unserer Gesellschaft die 50/50 Grenze erreicht – die Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit können zu gleichen Anteilen beim Mann wie auch bei der Frau liegen.

Ein kleiner Prozentsatz entfällt noch auf die idiopathische (ohne bekannte Ursache) Kinderlosigkeit.

Es ist schon in der ersten Beratung unumgänglich, nach dem Untersuchungsstatus des Mannes zu fragen. Dabei gibt es immer noch Kinderwunsch-Paare, bei denen der Partner noch nicht untersucht wurde.

Vielleicht ist der Gedanke an das „wie“ nicht der romantischste – doch die Anfangsuntersuchungen wie Spermiogramme (die Beurteilung der Zeugungsfähigkeit anhand des Ejakulats) und ein körperlicher Check-Up sind einfach durchzuführen und sollten immer zu Beginn aller Bemühungen stehen.

Dafür muss man nicht direkt ins Kinderwunschzentrum gehen. Auch der Urologe vor Ort kann ein Spermiogramm durchführen. Der körperliche Check-Up ist in der Hausarztpraxis oder ganz diskret auch in kinderwunschspezialisierten naturheilkundlichen Praxen möglich.

Der nächste Step ist weniger leicht: die Wartezeit bis zum Ergebnis und das anschliessende Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

So erging es auch Andreas, als er gemeinsam mit seiner Frau zur Besprechung ins Kinderwunschzentrum fuhr: „Ihr Spermiogramm ist auffällig. Wir haben einen möglichen Grund für Ihre ungewollte Kinderlosigkeit gefunden: Sie haben eine Azoospermie (keine Spematozoen im Ejakulat). Die Chancen auf ein eigenes Kind sind somit sehr gering.“

Andreas zog es den Boden unter den Füßen weg. Die Diagnose traf ihn wie ein Vorschlaghammer in die Magengrube. Oder doch mitten ins Herz?

Auch seine Frau saß regunglos im Stuhl und das Gesagte stand schwer im Raum. An eine gedankliche Sortierung oder gar Verarbeitung war in den folgenden Momenten nicht zu denken.

Beide Partner erlebten diesen Moment als einen Krisengipfel. Die ungewollte Kinderlosigkeit war schon schwer genug zu ertragen.

Doch wenn nun auch noch die Aussichten auf eine medizinische Behandlung verschwindend gering sind, dann kann das ein neuer Tiefpunkt ihrer Kinderwunsch-Achterbahnfahrt sein.

Wie geht es jetzt weiter?

Aus medizinischer Sicht müssen nun Entscheidungen getroffen werden. Welche Maßnahmen können noch ergriffen werden? Wie sehen die Chancen aus?

Doch bis es soweit ist, passiert noch eine Menge im Inneren des Paares. Aufkommende Gefühle, Unsicherheiten, Sorgen und manchmal auch Mißverständnisse müssen bewältigt werden.

Aus der Sicht des Mannes

Die Erkenntnis: „Es liegt an mir“ trifft tief. Männer erleben den Diagnoseschock häufig ähnlich wie Frauen: Sie fühlen sich im tiefsten Kern getroffen und zweifeln ihre gefühlte Ur-Bestimmung an:

Die Zeugung eines neuen Lebens.

„Wenn ich noch nicht mal Kinder zeugen kann, dann bin ich nur ein halber Mann.“

Diese Gefühle sind nachvollziehbar, auch wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu sortiert werden und natürlich nicht das Mann-Sein an sich in Frage stellen.

Männer schildern diese Zeit oft als Krisen-Situation, in der vieles durcheinandergewirbelt, verworfen und in Frage gestellt wird. Nicht jeder Mann leidet sehr unter dieser Diagnose. Doch die meisten Männer, die sich gemeinsam mit ihrer Partnerin ein Kind wünschen, sehen ihren Lebensentwurf zunächst einmal wackeln.

Sie sorgen sich zum einen um ihre Gesundheit und zum anderen um ihre Partnerin: „Ich kann meiner Frau den sehnlichsten Wunsch nicht erfüllen.“ Sie befürchten, ihre Partnerin unglücklich zu machen.

Der Rückzug

Viele Männer ziehen sich in diesen Zeiten in ihre „Höhle“ zurück. Das haben seine Vorfahren von zigtausenden Jahren auch gemacht, wenn sie erfolglos von der Jagd zurück kamen. Es waren schwarze Tage, denn in ihrem Verständnis hatten sie versagt. Sie zogen sich in ihre Höhle zurück, starrten ins Feuer und wollten alleine sein mit ihren Gedanken und Gefühlen.

Verlief diese Zeit ungestört, verließ der Mann irgendwann aus eigenen Impulsen heraus seine Höhle. Er war sortiert, wieder krafterfüllt und ging erneut auf die Jagd. Wenn es nicht dieses Mammut sein sollte, dann vielleicht ein anderes. Das Leben muss weiter gehen.

Noch heute tragen wir Menschen zwischen 1,8% und 2,6% Neandertaler-DNS (Erbgut) in uns. Kein Wunder, dass prozentuale Anteile in uns auf (alt)bewährte Strategien zurückgreifen (Quelle: The Contribution of Neanderthals to Phenotypic Variation in Modern Humans).

Vielleicht greift auch hier ein über viele Jahrtausende bewährtes Krisenverhalten, in dem Männer im Rückzug ihre eigenen Lösungsmuster erarbeiten und anschließend mit neuer Kraft wieder hervortreten.

Für die heutige Zeit übersetzt könnte es so aussehen:

Mit dem Diagnoseschock „Zeugungsunfähig“ zieht sich ein Mann zurück. Er ist tief getroffen und muss sich um seine schmerzende Wunde kümmern. Er möchte allein sein und nicht darüber reden. Er weiß, wie er seine Probleme mit sich selbst ausmachen kann.

Das Reden über Emotionen macht aus seiner Sicht keinen Sinn. Denn die Tatsachen bleiben Tatsachen. Er braucht Zeit und Abstand, um in Ruhe nachdenken zu können. Er weiß: Am Ende des Tages wird er eine Lösung parat haben.

Heutige Lösungen könnten sein:

  • „Ich kann auch ohne Kind glücklich sein, denn ich liebe Dich und unser gemeinsames Leben.“
  • „Wir nehmen auch die letzte medizinisch mögliche Behandlung in Anspruch. Ich will nichts unversucht lassen.“
  • „Wir könnten ein Kind adoptieren.“
  • „Ich kann mir den Weg einer Samenspende vorstellen.“

Manchmal kommt es auch vor, dass ein Mann seiner Frau eine Trennung vorschlägt. Er möchte ihr den Weg zu einem anderen Mann ermöglichen – einem Mann, der zeugungsfähig ist und ihren Herzenswunsch nach einem eigenen Baby erfüllen kann.

Aus der Sicht der Frau

Für eine Frau, die ihren Mann liebt, ist die Diagnose fast ebenso schwer zu ertragen. Als hätte sie selbst die niederschmetternde Nachricht erhalten, schwirren auch in ihr die verschiedensten Gedanken und Gefühle herum.

Nur kurz erlebt sie das Gefühl der Erleichterung, dass bei ihr keine Ursachen gefunden wurden. Doch direkt danach sorgt sie sich schon um ihren geliebten Partner.

Sie sieht, wie bestürzt er ist. Sie fühlt, wie er sich zurück zieht. Sie weiß nicht, wie sie ihm helfen kann.

Auch sie greift nun zu einem – in der Frauenwelt – bewährten Verhaltensmuster zurück: Sie möchte reden.

Sie möchte über Gefühle reden. Sie möchte wissen, was in ihrem Mann vorgeht. Er soll sich nicht alleine fühlen, soll wissen, dass sie an seiner Seite ist. Auch er soll sich aussprechen können, seiner Traurigkeit Ausdruck verleihen und sich den Schmerz von der Seele reden.

Doch er tut es nicht.

Das verunsichert sie zunehmend. Sie fühlt sich von seiner Welt ausgeschlossen. Wieso redet er nicht mit ihr? Hat er Geheminisse? Was geht in ihm vor? Sie sorgt sich und bekommt Angst:

„Entfernen wir uns voneinander?“

Wie es weiter geht

Die allermeisten Paare entfernen sich nicht grundlegend voneinander. Sie leben ihre Krisenmomente nur anders aus, um anschliessend wieder aufeinander zuzugehen und den weiteren Weg miteinander beschreiten zu können. Die Liebe kommt selten abhanden – es scheint eher das Gegenteil zu sein. Viele Paare berichten später: „Die Krise hat uns zusammengeschweisst.“.

In der Kinderwunschzeit trennen sich prozentual nicht mehr Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch, als Paare mit einem erfüllten Kinderwunsch.

Frauen trennen sich in der Regel nicht von ihrem Mann, weil er zeugungsunfähig ist. Ebenso wenig trennen sich Männer von Frauen, wenn sie nicht empfangen können. Dafür braucht es andere Gründe, die neu hinzukommen und die Beziehung schwer belasten. Oder sie waren vorher schon existent und zeigen sich nun in vollem Ausmaß.

Es gibt keine Schuld

Es gibt keine Schuld und es macht ebenso wenig Sinn, die Schuldfrage im Falle einer Kinderlosigkeit zu diskutieren.

Sei es die Sitzheizung im Auto, die unter Verruf geraten ist. Oder das Feierabend-Bier, die Zigaretten, die Radtouren, die Fehlernährung, die Handystrahlung, Saunagänge oder der Stress im Allgemeinen.

Wir wissen um die schädlichen Einflüsse im Leben und es macht sicherlich Sinn, diese Frage generell einmal für sich zu beleuchten. Denn sie hat für das gesamte Leben Relevanz. Sie „nur“ auf den Kinderwunsch zu reduzieren, bringt keinen Schritt weiter und führt auch zu keiner endgültigen Antwort.

Empfehlung

So schwierig es im ersten Moment auch erscheinen mag: Wer die Verhaltensweisen des Partners versteht, kann leichter mit ihnen umgehen. Es ist in der Tat ein Balance-Akt heraus zu finden, wann man auf jemanden zugehen sollte und wann man sich besser zurück hält.

Am einfachsten ist es, mit ehrlichem Interesse zu fragen: „Was brauchst Du im Moment?“

Es ist wichtig, die nun folgende Antwort und vielleicht auch den Wunsch nach Rückzug zu respektieren. Es geht hier um das vertrauensvolle Aushalten der Situation.

Es gibt Frauen, die können diese Situation aber kaum aushalten. Auch das ist völlig normal und verständlich.

In diesem Fall sollte eine dritte Person ins Vertrauen gezogen werden. Das könnte ein nahe stehendes Familienmitglied sein, eine sehr gute Freundin oder eine ganz neutrale Person.

Eine neutrale Person könnte jemand sein, der eine gezielte Gesprächsberatung anbietet und sich mit der Thematik auskennt. So muss man nicht erst lange erklären, sondern kann zügig und effizient in die Beratung einsteigen.

Dafür bedarf es nicht unbedingt einer 10-stündigen Therapiesitzung – oftmals reichen wenige Termine aus, um die Gefühls- und Gedankenwelt soweit zu stabilisieren, dass man alleine weiter gehen kann.

Wichtig ist es, sich selbst nicht im Strudel zu verlieren und vorwärts zu schauen.

So kann aus einer Diagnose eine Prognose werden: Für ein liebevolles und kraftvolles gemeinsames Leben.

Ilka Sterebogen, Heilpraktikerin

Ilka Sterebogen, Heilpraktikerin

Kinderwunschpraxis Sterebogen

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

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Seelische Blockaden im Kinderwunsch: Warum es sich lohnt, sie zu lösen.

Seelische Blockaden im Kinderwunsch: Warum es sich lohnt, sie zu lösen.

Seelische Blockaden im Kinderwunsch: Warum es sich lohnt, sie zu lösen.

Die ersten Monate und vielleicht auch das erste Jahr der Kinderwunschzeit bekommt man ja emotional noch irgendwie hin. Zum einen weiß man, dass es durchaus eine Weile dauern kann, bis man schwanger wird. Zum anderen beruhigt einen auch die Gynäkologin: Bei einem unauffälligen Befund und einer unauffälligen Untersuchung ist ein Jahr ohne Empfängnis noch kein Grund zur Besorgnis.

Doch irgendwie scheinen die Aussagen der Experten nicht so recht im Herz anzukommen. Das Warten ist leichter gesagt als getan. Die Sorgen und Ängste in dieser Zeit scheinen sich nicht durch die Aussagen der Ärzte beruhigen zu lassen.

Viele Frauen geraten schneller in eine emotional stark belastete Situation, als ihnen lieb ist. So lange man noch in Untersuchungen steckt, lassen sich die Gefühle mehr oder weniger gut in Schach halten. Es sind viel mehr die Untersuchungspausen und die Zeiten nach den Untersuchungen, die Frauen als besonders schwierig beschreiben.

Instinktiv spüren Frauen, dass ihre Seele bei allen medizinischen Bemühungen auf der Strecke geblieben ist. Der Körper wird rauf und runter gescannt, der Partner wird durchgecheckt und die Seele – sie wird kaum beleuchtet und erfährt selten Streicheleinheiten.

Für viele körperliche Abläufe können Antworten gefunden werden. Doch wie sieht es mit der Seele in der Kinderwunschzeit aus? Manch eine Frau, die einen bislang unerfüllten Kinderwunsch mit sich trägt, fragt sich früher oder später:

„Gibt es vielleicht einen seelischen oder emotionalen Grund, warum ich momentan nicht schwanger werde?“

Könnte da etwas dran sein? Gibt es so etwas wie seelische Blockaden?

Die Meinungen sind gespalten: Zum einen sagen Experten, dass es keine seelischen Blockaden gibt, die eine Empfängnis verhindern könnten. Zum anderen gibt es zahlreiche glückliche Berichte von Paaren, die genau das Gegenteil verkünden.

Aus den jahrelangen Erfahrungen meines Praxis-Alltags gehöre ich zu den Therapeutinnen, die seelische Blockaden im Kinderwunsch erkennen können. Sie sind manchmal nicht der einzige Grund, können eine Empfängnis (und eine Zeugung) aber mitbeeinflussen.

Dabei muss es sich nicht immer um große Ereignisse oder traumatische Erlebnisse handeln. Manchmal sind es die vermeintlich kleinen Dinge, die eine Blockade entstehen lassen.

Wie erkennt man eine Blockade?

Eine Blockade zu erkennen ist gar nicht so einfach. Sie versteckt sich gerne in den Tiefen unseres Inneren und hat sich vollkommen unauffällig in unser Denken und Handeln integriert.

Wir tragen diese Blockaden „unsichtbar“ mit uns herum. Sie haben sich auf unserer inneren Festplatte regelrecht eingenistet. Diese „Informationen“ arbeiten im Hintergrund und können unter Umständen dafür sorgen, dass alles nach ihren Vorstellungen läuft.

Das kann Auswirkungen auf unser seelisches Empfinden und unsere körperlichen Reaktionen haben.

Was könnte eine Blockade sein?

Blockaden im Kinderwunsch können durch Glaubenssätze, Widerstände, Gehörtes, Erlebtes und Gesehenes entstehen.

Im Grunde kann jedes Thema und jedes Erlebnis eine Blockade nach sich ziehen. Es können Sätze sein, die wir in der Kindheit aufgeschnappt haben oder auch Bilder, die wir gesehen haben und nicht verarbeiten konnten.

Ängste sind ebenfalls häufig anzutreffen – oftmals ist uns das gar nicht so bewusst.

Wie könnte eine Blockade entstehen?

  • Jemand sagte einmal zu Dir: Werde bloß nicht wie Deine Mutter!
  • Jemand schimpfte wütend: Dein Vater kriegt nichts auf die Reihe.
  • Du glaubst: Kinder sind anstrengend.
  • Du hast gelesen: Geburten sind ein Horror.
  • Du denkst: Die Welt ist gefährlich.
  • Du hast Sorge: Mit Kindern ist das eigene Leben vorbei.
  • Du hast das Gefühl: Ich bin bestimmt keine gute Mutter.
  • Du bist überzeugt: Kind & Job = Unmöglich.
  • Du hast Angst: Mein Partner verdient nicht genug für uns alle.
  • Dir wurde suggeriert: Ich habe es nicht verdient, glücklich zu sein.
  • Du befürchtest: Alles bleibt an mir hängen.
  • Du hast Angst: Ich werde (wieder) dick und unansehnlich in der Schwangerschaft.

Kann man Blockaden lösen?

Ja, das kann man. Und eine Blockade zu lösen ist etwas wunderbar befreiendes: endlich kann man Ballast hinter sich lassen und erleichtert seinen Weg weiter gehen.

Manche Menschen haben jedoch Angst davor, in ihr Inneres zu schauen und daran zu arbeiten. Das ist verständlich, wenn es stark prägende Erlebnisse in der Vergangenheit gab. Oder wenn man im Dunklen tappt, was die eigenen Tiefen angeht.

Viel häufiger sind es jedoch Sorgen und Gedanken, die nicht bedrohlich sind und sich „nur“ unpassend einsortiert haben.

Ganz wichtig: Eine gute Therapeutin kennt und spürt die Grenzen, die diese Arbeit mit sich bringt. Meine goldene Regel lautet daher:

Man muss nicht alles in der Vergangenheit aufarbeiten. Bestimmte Dinge dürfen ruhen, während andere Themen sich geradezu wunderbar für eine Bearbeitung anbieten.

Wenn es „Klick“ macht

Können Blockaden aufgelöst werden, macht es im Inneren fast hörbar „Klick“. Nicht selten fühlt man sich, trotz eines anstrengenden Marsches, um ein Vielfaches erleichtert. Wenn Sorgen aufgelöst, Ängste erkannt und Gedanken bewusst gemacht werden, ist ein wichtiger Schritt Richtung Entlastung bereits getan.

Unser Inneres fängt an, einen neuen Status zu schaffen. Und dabei ist es gut möglich, dass die Seele spürt: „Ahhh…das tut gut. Jetzt fühlt es sich richtig an. Endlich fühle ich mich erleichtert und freier.“

Diesen frei gewordenen Speicher nutzen wir liebevoll, um neue und positive Impulse einzubringen.

Neue Wege können nun beschritten werden.

Was braucht es, um eine Blockade zu lösen?

Um eine Blockade zu lösen, braucht es ein wenig Mut, eine Portion Vertrauen und die Überzeugung: Es darf gut werden.

Methodisch bieten sich für die Lösung von Blockaden die Hypnose und die systemische Aufstellungsarbeit an. Mit Klick auf den Link erhältst Du mehr Informationen zu diesen Methoden.

Beide Herangehensweisen sind sehr sanft, umsichtig, respektvoll und effizient. Wenn Du mehr dazu erfahren möchtest, kannst Du mir auch gerne Deine Frage per Email stellen – ich antworte Dir zeitnah und persönlich.

Fazit

Das Aufspüren und Lösen von Blockaden im Kinderwunsch tut gut. Man erfährt eine große Entlastung und Sorgen oder Ängste können in einem neuen Licht betrachtet werden. Stockende Prozesse kommen in Gang und eine positive Entwicklung in Deinem Inneren darf sich vollziehen.

Auf Deinem Kinderwunschweg wird eine Weiche gestellt, die viel Gutes mit sich bringt. Für den Moment und für die Zukunft.

Ilka Sterebogen, Heilpraktikerin

Ilka Sterebogen, Heilpraktikerin

Kinderwunschpraxis Sterebogen

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

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Im Kinderwunsch an Deiner Seite – Kinderwunschpraxis Sterebogen

Warum werde ich nicht schwanger? Wie Du Dich aus dem Gedankenkarussell befreien kannst.

Warum werde ich nicht schwanger? Wie Du Dich aus dem Gedankenkarussell befreien kannst.

Warum werde ich nicht schwanger?

„Warum werde ich nicht schwanger?“ – das ist die natürlichste Frage der Welt, wenn Du Dir ein Baby wünschst und die ersehnte Schwangerschaft noch auf sich warten lässt.

Die Sehnsucht nach dem Wunschkind ist der Motor unseres Herzens, eine Erklärung zu finden. Die Frage „Warum werde ich nicht schwanger?“ ist der Ausdruck unseres Bewusstseins, um von dort aus Lösungen zu finden.

Wir machen uns auf, um Ärzte zu konsultieren. Wir vereinbaren Termine in einem Kinderwunschzentrum oder suchen ergänzend begleitende Praxen auf. Die größte Hoffnung liegt darin, eine Diagnose und eine Erklärung zu finden. In vielen Fällen ist das auch möglich und die Frauen/Paare sind erleichtert, eine Antwort zu haben.

Denn mit dieser Antwort kann man aktiv werden und etwas tun. Man fühlt sich nicht mehr ausgeliefert und hilflos. Auch wenn die Erkenntnis keine Garantie auf eine Schwangerschaft ist: man hat einen Grund gefunden und kann daran arbeiten.

Doch was machen Frauen, die keine medizinische Erklärung ihrer ungewollten Kinderlosigkeit in den Händen halten?

Sie bleiben weiterhin im nagenden Ungewissen. Zum einen sind sie erleichtert, dass keine (schlimme) Diagnose im Raum steht. Zum anderen fühlen sie sich unerlöst, denn keinen Grund zu finden lässt die Seele nicht zur Ruhe kommen.

Frauen, die ohne erkennbaren Grund kinderlos bleiben, stellen sich im Laufe der Monate und Jahre immer wieder diese Frage:

„Warum werde ich nicht schwanger?“

Dein Gedankenkarussell ist längst gestartet. Doch wie es bei einem Karussell immer der Fall ist: es geht rund und rund und rund. Wirklich vorwärts bringt einen das nicht. Spätestens bei der 10. Runde wird einem so schwindelig, dass man sich wünscht, das Karussell würde endlich anhalten.

Die Frage „Warum werde ich nicht schwanger?“ kann zu einer alles vorherrschenden Fragestellung werden. Alles im Leben wird nach dieser Frage ausgerichtet, unter die Lupe genommen, auf Links gedreht und neu sortiert.

Jedes Ereignis, jeder Konflikt, jedes ungesunde Lebensmittel, ja sogar jeder Schritt abseits eines vermeintlich perfekten und vorbildlichen Lebensweges kann als Auslöser – und als mögliche Antwort – in Frage kommen.

Frauen geraten auf diesem Weg nicht selten in eine sehr kräftezehrende Spirale, die all ihre Ressourcen fordert. Sie lesen sich in sämtliche medizinische Artikel ein, sind in Facebook-Guppen und reproduktionsmedizinischen Foren unterwegs, kennen längst alle Bücher zu diesem Thema und sind Experten auf dem Gebiet der neuesten superfood-Forschungen für mehr Fruchtbarkeit.

Im gleichen Atemzug lässt sich erspüren, wie viel Kraft das kostet. Zusätzlich zum ganz normalen Alltagswahnsinn mit Job, Verpflichtungen, Haushalt, Freundschaftspflege und den täglichen Sonderaufgaben. Die körperliche Kraft ist eine Sache – doch was ist mit der emotionalen Kraft unserer Psyche?

Die emotionale, psychische Kraft kann sich genau so erschöpfen, wie die körperliche Kraft. Beide Kraftressourcen sind gleich wichtig auf dem Kinderwunschweg von dem wir nie wissen, wie lange er dauern wird.

Aus diesem Grund lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen.

Gibt es vielleicht unbewusste Kraft- & Energieräuber?

Wenn Du Dich im Kinderwunsch befindest und diese Fragen von Dir sein könnten, dann sind die folgenden Informationen und Hintergründe vielleicht hilfreich für Dich:

  • Warum passiert mir das?
  • Was habe ich falsch gemacht?
  • Warum werde ich nicht schwanger?

Diese Art der Fragestellungen haben eine „unsichtbare“ Komponente, die auf den ersten Blick nicht wahrnehmbar ist:

Sie lenken unser Denken und unser Fühlen zum Negativen hin. Sie führen in der Antwortsuche zum Unglücklichsein bzw. zur Unglücksbestätigung. Wie das funktioniert? Mit unserem von Natur aus integriertem Brain-Google.

Brain-Google

Unser Gehirn hat eine Art Suchmaschine integriert. Stellen wir uns eine Frage, sucht es bewusst und unbewusst nach einer Antwort.

Ob wir wachen oder schlafen…es sucht radikal und unaufhaltsam auf allen Ebenen. Unser Gehirn sucht so lange, bis es eine plausible Antwort gefunden hat, die erstmal Sinn macht. Doch die Antworten sind bei dieser Art Fragestellungen negativ geprägt und bestätigen, warum etwas nicht geht.

In unserem Fall sucht unser Gehirn so lange nach einer Antwort, warum wir nicht schwanger werden.

Die gefundenen Antworten sind in der Regel nicht weiterführend, sondern fungieren als eine Art Sackgasse.

Wenn wir also unsere innere Suchmaschine konstruktiv anwerfen wollen, dann sollten wir das mit einer positiven Frage tun. Wir brauchen die richtige Formulierung – das kann und sollte man üben. Übrigens auch für andere, wichtige Bereiche in unserem Leben.

Konstruktive Übung

Nimm Dir ein leeres Blatt Papier und notiere Deine Frage. Nimm die Frage, die als erstes aus Deinem Inneren hochkommt, wenn Du an Deinen Kinderwunsch denkst.

Untersuche nun Deine Frage: ist sie so forumuliert, dass nur eine positive/weiterführende Antwort erscheinen kann? Du kannst solange an Deiner Frage formulieren oder feilen, bis es nur eine positive Antwort geben kann.

Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich die Fragen unter diesem Aspekt verändern können.

Diese Ausnahme solltest Du kennen.

Eines vorab: es gibt eine Ausnahme. Über eine Empfängnis kann man nicht verhandeln. Weder auf dem Papier noch im Gebet. Denn für die Entstehung eines Lebens braucht es ein Wunder, welches wir einladen aber nicht erzwingen können.

Auch bei der noch so perfekt positiv formulierten Fragestellung können wir nicht die ersehnte Schwangerschaft zum Ziel machen. Folgende Fragestellung klappt also für unsere Suchmaschine nicht:

„Was könnte und müsste ich tun, damit ich mit 100%er Sicherheit und Garantie schwanger werde?“

Wie Du  „Warum werde ich nicht schwanger?“ in eine positive und hilfreiche Frage umwandeln kannst.

Nehmen wir uns das vor, was in der Kinderwunschzeit am allerwichtigsten ist: die Gesunderhaltung unserer Seele und unserers Körpers.

Es kann immer wieder mal ein Auf und Ab geben – das ist nicht weiter schlimm, so lange wir auch Zeiten haben, in denen wir uns gut um uns kümmern und die Balance im Blick behalten.

Versuche die Frage „Warum werde ich nicht schwanger?“ nicht weiter zu verfolgen. Wandele sie lieber um in eine hilfreiche und weiterführende Frage, wie diese zum Beispiel:

„Was könnte und müsste ich tun, damit es meiner Seele gut geht?“

„Was könnte und müsste ich tun, damit ich körperlich in meiner Kraft bleibe?“

„Wie kann ich meine Wahrnehmung wohltuend ändern, dass ich Hilfen auf meinem Weg sicher erkenne?“

Die Antworten hierzu kommen nicht selten über Nacht. Das Gehirn arbeitet zu dieser Zeit auf Hochtouren, sortiert wichtiges von unwichtigem aus, schaltet neue Verbindungen und kappt Verbindungen, die sich als nicht wichtig erwiesen haben.

Das hilft uns in der Kinderwunschzeit enorm. Wenn Du den Wunsch hast, aus dem Gedanken-Karussell auszusteigen, dann:

Probiere es einmal aus.

Probiere es aus und schreibe Deine ganz persönliche Fragestellung auf. Feile an ihr, bis nur noch eine positive und hilfreiche Antwort gefunden werden kann. Du kannst sie auch für den „cross-check“ einer vertrauten Person vorlesen: sollte sie keine negative Antwort finden, ist der Test bestanden.

Lies Deine Frage noch einmal im Bett durch, bevor Du abends das Licht ausknipst. Vertraue darauf, dass Du die Antwort finden wirst. Denn sie ist bereits in Dir drin.

Ich wünsche Dir einen kraftvollen Tag, spannende Erkenntnisse und heute Nacht angenehme Träume!

Ilka Sterebogen

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Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

Frauengesundheit – Praxis Ilka Sterebogen

Im Kinderwunsch an Deiner Seite – Kinderwunschpraxis Sterebogen

Nervige Fragen im Kinderwunsch

Nervige Fragen im Kinderwunsch

Nervige Fragen im Kinderwunsch – „Wann ist es denn bei Euch soweit?“

Grenzüberschreitungen passieren besonders gerne in den Momenten, in denen man nicht damit rechnet. Frauen im unerfüllten Kinderwunsch können ein Lied davon singen.

Bekannte, weitläufige Freunde, Arbeitskollegen – ja sogar fremde Menschen können ihre Neugierde nicht im Zaum halten und fragen (völlig unbedarft) in einer belanglosen Kommunikation nach der Fortpflanzungswillig- und -fähigkeit ihrer Gesprächspartnerin.

Dabei scheint es auch keine Rolle zu spielen, wo das Gespräch stattfindet. Auf dem Wochenmarkt wird genauso ungeniert gefragt wie in der Firmen-Teeküche, auf Parties oder beim Discounter zwischen den Regalen.

Die Frage nach dem Nachwuchs ist für viele Frauen das normalste auf der Welt – für Frauen, die sich sehnlich ein Baby wünschen, kommen diese Fragen einem Minenfeld gleich.

Die Frage-Klassiker

Wann ist es denn bei Euch soweit?
Wird es nicht langsam Zeit für Euch?
Willst Du nicht oder kannst Du nicht?
Wird das über 40 (35, 30…) nicht schwierig?

Der Schockmoment

Kennst Du dieses Gefühl, wenn Dich diese Frage kalt erwischt? Innerhalb von Millisekunden wechseln sich die Gefühle rasend schnell ab: das Herz ist getroffen, die innere Abwehr baut sich auf, bloß nichts anmerken lassen, schnell eine schlaue Antwort finden und zum krönenden Schluß kommt die Wut über die eigene Unsicherheit und die Unsensibilität des Anderen.

Um ein wenig Fassung ringend antwortest Du vielleicht:

Die Klassiker-Antworten

Es passt gerade nicht.
Wir sind so im Stress und haben keinen Kopf dafür frei.
Ich bin noch nicht soweit.
Wir sind uns da noch nicht im Klaren.

Das Problem an diesen Antworten liegt darin, dass sie dem Fragenden Spielraum bieten weiter zu fragen. Und ohne dass Du Dich versiehst, bist Du in ein unangenehmes Katz- und Mausspiel verwickelt, welches Dir noch nachträglich zu schaffen machen kann.

Der Konflikt

Viele Frauen kommen in diesen Momenten in einen inneren Zwiespalt. Sie möchten weder die Wahrheit sagen, noch ihren eigenen Herzenswunsch negieren.

Innerlich schreit alles nach Empfängnis, die Sehnsucht ist riesengroß und die richtige Antwort wäre: „Ja, ich wünsche mir sehnlichst ein Baby und kann den unerfüllten Kinderwunsch kaum ertragen. Deine Frage trifft mich sehr“.

Kein Wunder, dass das Gehirn in so einer Konfliktsituation durcheinander gerät. Das Herz ruft etwas anderes, als der Verstand sagen möchte.

Die Lösung

In meiner Beratung übe ich mit Frauen in kurzer Zeit die richtige Antwort auf aufdringliche Fragen zu finden. Dabei gibt es nicht „die eine richtige Antwort“, denn sie muss ganz genau zu der Frau passen, die sie ausspricht. Nur dann kann sie kraftvoll und schützend auch in den unvorhergesehensten Augenblicken parat sein.

Das kann ein raffiniertes Ausweichmanöver sein oder auch eine saftige knappe Lüge.

Die Übung

Notiere Dir die Fragen von anderen, die dich am meisten treffen. Spüre in Dich hinein und formuliere die Antwort, die Du am liebsten sagen würdest. Alles ist möglich, nur eines ist wichtig: Deine Antwort muss kurz und knackig sein.

Übe das Fragen & Antwort Spiel ein paar Mal. Stell Dich vor den Spiegel und sage Deine Antwort laut und kräftig. So lange, bis sie wie aus der Pistole geschossen kommt und Du sie in jeder Situation automatisch abrufen kannst.

Warum nicht mal ein klares „Das geht Dich nichts an“ platzieren? Oder die Frage (gekonnt) ignorieren und zum nächsten Thema übergehen? Vielleicht bist Du auch kreativ veranlagt und drehst den Spieß mit einer ähnlich neugierigen (und genauso unpassenden) Frage um?

Hauptsache, die Antwort passt zu DIR und gibt Dir den Schutz, den Du brauchst. Du musst Dich weder erklären noch rechtfertigen. Und sollte Dein Gegenüber beleidigt sein: lass das Problem dort, wo es ist – es ist nicht Deins.

Abschlussgedanken

Wir können die Menschen in unserem Umfeld nicht ändern. Es wird immer Menschen geben, die unbedarft ihre Fragen stellen, um ihre eigene Neugierde zu befriedigen. Sie wollen uns damit nicht schaden, denken aber vermutlich auch nicht über die Wirkung ihrer Worte nach.

Die eigenen Grenzen zu wahren ist wichtig, ganz besonders in einer so sensiblen Zeit wie der Kinderwunschzeit.

Ilka Sterebogen

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Kinderwunschpraxis Sterebogen

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Frauengesundheit und Kinderwunsch spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

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Im Kinderwunsch an Deiner Seite – Kinderwunschpraxis Sterebogen

Der Verzicht im Kinderwunsch

Der Verzicht im Kinderwunsch

Der Verzicht im Kinderwunsch – Wenn die Falle zuschnappt

Am Anfang der Kinderwunschzeit ist alles aufregend und neu: Das Verhütungsmittel wird abgesetzt und das Abenteuer Schwangerschaft und Baby darf beginnen.

In dieser Zeit schwelgen die meisten Paare in freudiger Erregung und genießen das Leben in vollen Zügen. Es scheint, als hätte die Hormonlage ihren Höhepunkt erreicht und sich wohltuend mit Zukunftsplänen und intensiven Gefühlsmomenten vermischt.

Wie verlockend, sich eine App für die monatlichen Verlaufskurve auf das Smartphone zu ziehen und in verschiedenen Foren nach fruchtbarkeitssteigernden Maßnahmen zu stöbern. „Das kann ja nicht schaden“ denken wir uns und voller Motivation füttern wir unsere App mit Zyklusdaten und uns (und unseren Partner) mit den neuesten Superfoods.

Endlich etwas für die Gesundheit tun – der Partner zieht aus Solidarität mit und tatsächlich fühlen wir uns aktiver und noch ein wenig aufgeregter, was unseren Herzenswunsch angeht.

Aber da geht bestimmt noch mehr, oder?

Hast Du Dich auch schon mal dabei ertappt, wie Du Deinen Lebensstil und Deinen Alltag nach Dingen durchforstest, die eventuell dem Kinderwunsch im Wege stehen könnten?

Was liegt auf dem Teller und was landet in Deinem Magen? Ist das heißgeliebte Tässchen Kaffee vielleicht doch nicht so gut? Irgendwo hast Du mal gelesen, dass Kaffee die Fruchtbarkeit beeinflusst.

Und die Badewanne. Also die geht nun im Moment wirklich nicht – und schon gar nicht für den Partner. Wird ja auch mal ein paar Monate ohne Badewanne gehen.

Sind wir schon mal beim Thema Wärme: Die Sitzheizung – die muss jetzt mal Pause machen. Vielerorts steht geschrieben, dass eine Sitzheizung nicht gut für Spermien sei.

Wir haben Frühling und bald Sommer – Urlaubszeit! Urlaub ist fantastisch und ein echter Lichtblick im Jahr.

Nur das mit der Flugreise – das sollte nochmal überlegt werden. Was, wenn wir gerade schwanger sind? Auch die Strahlungen da oben in der Luft könnten negative Auswirkungen auf ein eventuell entstehendes Leben haben.

Dann doch lieber die Fahrradtour durchs Elsaß.

Aber warte mal…langes Sitzen auf dem Fahrradsattel ist der männlichen Fruchtbarkeit nicht zuträglich.

Und überhaupt Elsaß. Da gibt es Zwetschgenwasser und Cremant d’Alsace – Alkohol ist im Kinderwunsch nicht gut. Da verkneift man sich besser das Gläschen…hinterher ist man Schuld, dass es nicht klappt.

Tartes und Törtchen haben zuviel Zucker – das schrauben wir generell schon runter. Eine Ausnahme könnte da alles wieder ins Wanken bringen. Also besser nicht Elsaß.

Mit Freunden an die See…die haben schon Kinder und das passt dann irgendwie auch nicht. Und wir möchten auch nicht nach unseren Plänen gefragt oder kalt erwischt werden mit: „Na, wann ist es denn bei Euch soweit?“

„Ach“, denken wir uns, „dann bleib ich dieses Jahr mal zuhause.“

Und vielleicht fühlen wir uns  – unglücklich auf dem Sofa sitzend – vom Leben abgeschnitten.

Wo ist die Freude hin? Wo der Genuss? Wo die Leidenschaft und das Quentchen Leichtigkeit?

Die Verzichtfalle hat zugeschnappt.

Hab keine Sorge – aus dieser Falle gibt es einen Ausweg.

Ich stelle Dir von Herzen ein Rezept aus und verordne bewusst all die Dinge, die Euch immer Spaß gemacht, lecker geschmeckt und für einen kurzen Moment glücklich gemacht haben.

Ganz egal, ob irgendjemand mal geschrieben hat, das dies oder jenes aus diesen oder jenen Gründen nicht ratsam sei.

Frauen im Kinderwunsch neigen dazu, alle Ratschläge zu jedem Zeitpunkt zu 100% durchführen zu wollen. Da summieren sich die Tipps & Tricks enorm und irgendwann sieht frau den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Das kostet in erster Linie Kraft und Energie – die wichtigsten Ressourcen auf dem Kinderwunschweg.

Geh in Gedanken an den Punkt zurück, wo Du glücklich und in Deiner Kraft warst. Was hat Dir Freude geschenkt, wie sah Dein/Euer Wochenend-Ritual aus, welches ist Dein Lieblingsrestaurant und wohin wolltest Du immer schon mal mit Deinem Liebsten reisen?

Hole Dir Deine Kraftquellen zurück. Stück für Stück. Tag für Tag.

Die Babies (und ihre Eltern) lieben das!

Ilka Sterebogen

Ilka Sterebogen

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