Mit ICSI zum Wunschkind: Ein Erfahrungsbericht von Tessa

Mit ICSI zum Wunschkind: Ein Erfahrungsbericht von Tessa

Mit ICSI zum Wunschkind: Ein Erfahrungsbericht von Tessa

Liebe Ilka,

seit Wochen schleiche ich nun schon um Deine Website herum. Wir kennen uns ja schon. 2011 haben mein Mann und ich ein Kinderwunschseminar, das Du zusammen mit Birgit Zart in Deinen früheren Praxisräumen gegeben hast, besucht. 2014 waren wir dann nochmal zu einer Kinderwunschaufstellung bei Dir und Deiner netten schwäbischen Kollegin in Deiner Praxis.

Deine Hilfe ist für uns ein fester Bestandteil unseres Kinderwunschweges geworden. Die Seminare bei Dir haben uns immer viel Mut und Kraft gegeben unseren Weg in Ruhe und Schritt für Schritt weiter zu verfolgen.

Tatsächlich waren die jeweils nächsten Versuche nach den beiden Seminaren erfolgreich. 2013 und 2015 kamen unsere beiden Kinder auf die Welt.

Unsere Kinder sind durch ICSI entstanden. „Verursacher“ ist mein Mann (stark eingeschränktes Spermiogramm), aus schulmedizinscher Sicht bin ich „ohne Befund“ einzig die überaus starken Regelschmerzen, die ich bis zu meiner ersten Schwangerschaft hatte, sowie die familiäre Häufung eines unerfüllten Kinderwunschs ließen mich zweifeln.

In der Arbeit mit Dir habe ich schon viel über meine Disposition im Kinderwunsch gelernt und bearbeite diese immer noch. Diese Einsichten haben mir nicht nur geholfen meinen Kinderwunschweg zu begreifen sondern auch meine Rolle als Mutter.

Dies ist tatsächlich ein ganzheitlicher Weg und verlangt einem einiges ab, dafür ist wie ich finde der Gewinn garantiert. Heute stehe ich schon viel sicherer da als noch vor einigen Jahren (ist sicher noch ausbaufähig).

Der Kinderwunsch ist für uns noch nicht abgeschlossen. Wir wünschen uns ein drittes Kind. Obwohl wir schon zwei Kinder haben bin ich so zappelig und nervös wie eh und je (das nervt mich selbst schon). Und diesmal fühle ich mich von schulmedizinischer Seite auch besonders im Stich gelassen.

Aufgrund meines fortgeschrittenen Alters habe ich einen besonderen Informationsbedarf und meine Hausärztin will dem bisher einfach nicht entsprechen. Meine Kinderwunschklinik ist ein Massenbetrieb, dafür jedoch gut und günstig. Sonderwünsche durchzusetzen ist da auch nicht so einfach.

Im Moment versuche ich gerade mein Kind von der Brust zu entwöhnen. Er ist jetzt ein Jahr alt und scheint mir ein glückliches und sicher gebundenes Kind zu sein. Wir kommen jetzt denke ich auch ohne Stillen zurecht. Was mir dazu noch im Kopf herumgeht ist, dass ich meinen Körper vielleicht noch ein bisschen päppeln und schonen muss, damit er bereit ist noch ein Kind zu empfangen.

Immerhin war ich in den letzten vier Jahren entweder schwanger oder habe gestillt. Mir geht es wirklich gut und ich fühle mich im Hinblick auf ein weiteres Kind stark und zuversichtlich – das passt noch gut in unser Leben rein.

Ich habe jedoch gerade bei älteren Mitstreiterinnen jetzt schon zweimal erlebt, dass es unmittelbar nach einer Schwangerschaft gar nicht mehr klappen wollte. Das hat angeblich an der Qualität der Eizellen gelegen. Zu deren Verbesserung wird einem jetzt viel geraten. Man soll DHEA einnehmen und Omega 3, Folsäure, Ubichinol und was nicht alles.

Und da sehe ich jetzt den Wald vor Bäumen nicht mehr. Irgendwie habe ich Hemmungen wahllos und in Panik das ganze Zeug in mich hineinzuschaufeln. Trotzdem will ich auch nicht die Chance verpassen meine Eizellen zu pimpen. Du siehst ich brauche Deinen Rat.

Sowohl Deine Kinderwunschpakete als auch die Teilnahme an einer Deiner Gruppen sprechen mich an. Was würdest Du mir denn empfehlen? Im Oktober möchte ich gerne einen Kryozyklus machen, denn wir haben noch drei Eiszwerglein. Auch wenn ich nicht all meine Hoffnungen auf diese Drei setzen möchte mache ich mir viele Gedanken wie ich mich auf diesen Zyklus vorbereiten kann.

Und ich frage mich wie ich am besten schon jetzt anfangen kann meinen Eizellen etwas Gutes zu tun. Falls der Kryozyklus (vielleicht sind es auch zwei) nichts erbringt, will ich zügig eine ICSI angehen. Ich habe aber gelesen, dass die Reifung der Eizellen einige Monate braucht und es also Sinn macht mit einigem Vorlauf zu „pimpen“.

So oder so würde ich bei Dir auch gerne in Kürze eine Intensivberatung wahrnehmen. Gerade sammele ich noch ein paar Befunde, mal schauen was ich zusammenkriege, und dann würde ich damit gerne mal zu Dir kommen um einen Fahrplan zumachen, wie ich mich gut auf die kommenden Behandlungen vorbereiten kann.

Da freue ich mich irgendwie sogar schon drauf. Kinderwunschzeit kann auch schön sein, sogar wenn man ohne die Schulmedizin nicht auskommt.

Das freut mich gerade sehr, und dass ich das so empfinde verdanke ich meinem Empfinden nach der Tatsache, dass Leute wie Du Patienten wie uns ganzheitlich betrachten und behandeln. Vielen Dank dafür, Ihr, Du mach(s)t eine tolle, wichtige Arbeit!

Herzliche Grüße, Tessa

Update: Tessa ist wieder schwanger und freut sich riesig auf ihr Baby Nummer 3. Wir freuen uns mit!

Ilka Sterebogen

Ilka Sterebogen

Kinderwunschpraxis Sterebogen

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Kinderwunsch und immunologie spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

Das Kinderwunsch Intensiv Programm – Kinderwunschpraxis Sterebogen

Miriams langer Kinderwunsch Weg: Schwanger trotz aller Schwierigkeiten

Miriams langer Kinderwunsch Weg: Schwanger trotz aller Schwierigkeiten

Miriams langer Kinderwunsch Weg: Schwanger trotz aller Schwierigkeiten

Mein Kinderwunsch hat eine lange Geschichte und am Ende war es ganz einfach und fast unkompliziert.

Bei meinem ersten Frauenarztbesuch mit 14 Jahren teilte mir der Arzt unverblümt und unsensibel mit, dass ich im Erwachsenenalter sicher Probleme hätte, Kinder zu bekommen, wenn es überhaupt klappen würde. Zu viele männliche Hormone und ein Knick in der Gebärmutter wurden als Begründung genannt.

In meiner pubertären Phase reagierte ich entsprechend darauf und wehrte mich über 15 Jahre, überhaupt Kinder zu bekommen. Ich war der felsenfesten Überzeugung, Kinder braucht man nicht…!

Als ich mit 30 geheiratet habe, kam der Wunsch – beeinflusst durch außen „es gehört schließlich dazu“ – ein Kind zu bekommen.

Mein damaliger Mann und ich landeten in einer Kinderwunschklinik und ich habe das Erlebnis künstliche Befruchtung hinter mir. Obwohl es an seiner eingeschränkten Fruchtbarkeit lag und man bei mir nichts medizinisches feststellen konnte (außer eine Schilddrüsenunterfunktion, die leicht zu beheben war), hatte es sich tief in meinem Kopf verankert, dass es an mir liegen würde.

Die Kinderwunschklinik tat auch nicht sehr viel, um mir das Gegenteil aufzuzeigen.

Meine Ehe ist mittlerweile geschieden, dies lag nicht aber nicht am gescheiterten Kinderwunsch, wir sind im Guten auseinander gegangen.

Mit dem festgesetzten Gedanken in meinem Kopf, dass es bei mir nicht einfach ist, Kinder zu bekommen, ging ich eine neue Beziehung ein. Diese ist von unglaublicher Liebe und Verständnis füreinander geprägt.

Aufgrund einer verschleppten Lungenentzündung vor vielen Jahren habe ich außerordentlich viel Antibiotika nehmen müssen und meine Darm- und Scheidenschleimhäute waren extrem gereizt. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Scheiden- und Blasenentzündungen waren die Folge.

Hier hat mir Ilka Sterebogen sehr geholfen. Mit Rat und Tat stand sie mir zur Seite, hat mir nicht nur geholfen, meine Beschwerden zu lindern, sondern auch mein Körperbewusstsein wieder zu finden.

Die Beschwerden sind noch  nicht zu 100% verschwunden, aber deutlich besser und ich weiß, damit umzugehen und nicht gleich in Panik zu verfallen, dass ich eine schlimme Krankheit habe.

Um auf meinen Kinderwunsch zurück zu kommen:

Nach jahrelanger Blockade im Kopf bin ich nun tatsächlich innerhalb von einem Dreiviertel Jahr 2 Mal schwanger geworden. Die erste Schwangerschaft endete leider recht früh in der 6. Woche in einer Fehlgeburt, am gleichen Tag, an dem ich den positiven SS-Test in der Hand hielt, verabschiedete sich das kleine Krümelchen auch schon.

Es mag befremdlich klingen, aber mir hat diese frühe Fehlgeburt Mut gemacht und Kraft gegeben. Nachdem ich mein halbes Leben dachte, ich wäre unfruchtbar, bin ich binnen 2 Monaten schwanger geworden, nachdem meine Schilddrüsenwerte ordentlich kontrolliert worden sind.

Diese Fehlgeburt, die mich einerseits traurig gemacht hat, hat mir andererseits Auftrieb gegeben und die Wand des Unmöglichen verschwinden lassen.

Sowohl Ilka als auch mein Frauenarzt erklärten mir verständlich und behutsam, dass Fehlgeburten leider häufiger vorkommen und nichts unnatürliches sind, Mutter Natur sorgt damit vor. Eine wichtige Hürde hatte ich geschafft, Eizelle und Spermium hatten sich miteinander verschmolzen.

Nach einer Pause und einem wunderschönen Urlaub haben wir es wieder versucht und ich habe jegliche vorsorglichen Arztbesuche, Kinderwunschinformationen, Googelei aufgegeben und es einfach „laufen lassen“ und siehe da, es hat nach nur 3 Monaten wieder geklappt und wir erwarten nun im Januar 2017 einen kleinen Jungen.

Ich möchte nicht die rosa-rote Welt vorgaukeln, die Ängste und Unsicherheiten sind noch da und wenn meine alten Beschwerden (das Brennen in Blase und Scheide) ab und an wiederkommen, ist die Panik da, dass etwas passieren könnte.

Aber ich bekomme immer mehr Vertrauen in meinen Körper, Mutter Natur und dem lieben Gott.

Ich nehme meine Ängste an und ich denke, das ist auch sehr sehr wichtig. Ich höre nicht auf diejenigen, die sagen, „du MUSST ruhiger werden“, „du MUSST dich freuen“, „du DARFST keine Angst mehr haben“… das ist Quatsch, diesen Ausschaltknopf besitze ich  nicht.

Ich höre auf mich selbst und auf diejenigen die sagen „die Ängste sind da, nehme sie an, aber lasse sie nicht dein Leben dominieren, traue dich, dich zu freuen“. Ich tausche mich mit vielen Frauen aus, höre ganz genau zu, wie es ihnen geht und das hilft unwahrscheinlich.

Mein Partner ist eine ganz unbeschreibliche Unterstützung. Er nimmt mich sehr ernst, bremst mich aber auch und fragt genau nach, ob wir wirklich ins Krankenhaus müssen, wenn ich mal wieder an einem Wochenende (immer wieder an den unmöglichsten Terminen) im Urlaub Panik bekomme. Ich höre auf meinen Körper und vertraue ihm.

Am wichtigsten sind fachliche Bezugspersonen, die menschlich sind, ich habe einen wundervollen Frauenarzt, hatte Ilka als Begleiterin und nun eine tolle Hebamme. Ich möchte nicht, dass mich jemand mit Samthandschuhen anfasst, überhaupt nicht, ich möchte einfach ernst genommen und im richtigen Augenblick auch zurecht gestutzt werden .

Ein ganz wichtiger Rat meinerseits: Ich bin sogenannte Spätgebärende mit 36 .

Ich kenne die Vorgehensweise von vielen, dass sie erstmal alles locker sehen möchten und „laufen lassen“, so habe ich sowohl Mitte zwanzig Jährige als auch Mitte dreißigjährige erlebt, die sich geweigert haben, sich körperlich untersuchen zu lassen und der Natur freien Lauf lassen wollten und am Ende hat es nicht zu klappt, beide waren am Ende tatsächlich zu alt.

Es ist richtig, nicht gleich alle Untersuchungen mitzumachen. Ich weiß z.B., dass wir damals viel zu schnell in eine Kinderwunschklinik gegangen sind. Ist man einmal in dieser Maschinerie drin, kommt man da so schnell nicht wieder heraus.

Ich bin aber der felsenfesten Überzeugung, das gewisse Dinge, wie ein Spermiogramm beim Mann und eine Hormon- und Zyklusuntersuchung bei der Frau auch schon nach 3 oder 6 Monaten nach Kinderwunschstart durchführen lassen könnte. Man verschwendet sonst Zeit.

Hätte mein Frauenarzt im Herbst letzten Jahres nicht festgestellt, dass ich mit meinen Tabletten nicht richtig eingestellt gewesen bin, hätte es bis heute nicht geklappt und ich vielleicht noch mehr Fehlgeburten gehabt. Am Ende war es irgendwie einfach und gar nicht mehr unmöglich, habe ich das Gefühl.

Ich möchte allen Mut machen, glaubt an euren Körper und euch selbst. Die Wand des Unmöglichen baut man sich selbst. Und es gibt so viele Möglichkeiten, Kinder zu bekommen, seien es die eigenen oder auch nicht oder sein Leben ganz alternativ zu gestalten.

Mein Ex-Mann hat bisher keine Kinder bekommen und sich mit seiner neuen Partnerin ein ganz alternatives und auch sehr erfüllendes Leben aufgebaut. Ich bin sehr stolz auf ihn, wie er lebt und was er erschaffen hat und er ist glücklich und ich bin es auch.

Habt Mut, Vertrauen und seid neugierig.

Ilka Sterebogen

Ilka Sterebogen

Kinderwunschpraxis Sterebogen

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Kinderwunsch und Immunologie spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

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