Seelische Blockaden im Kinderwunsch: Warum es sich lohnt, sie zu lösen.

Die ersten Monate und vielleicht auch das erste Jahr der Kinderwunschzeit bekommt man ja emotional noch irgendwie hin. Zum einen weiß man, dass es durchaus eine Weile dauern kann, bis man schwanger wird. Zum anderen beruhigt einen auch die Gynäkologin: Bei einem unauffälligen Befund und einer unauffälligen Untersuchung ist ein Jahr ohne Empfängnis noch kein Grund zur Besorgnis.

Doch irgendwie scheinen die Aussagen der Experten nicht so recht im Herz anzukommen. Das Warten ist leichter gesagt als getan. Die Sorgen und Ängste in dieser Zeit scheinen sich nicht durch die Aussagen der Ärzte beruhigen zu lassen.

Viele Frauen geraten schneller in eine emotional stark belastete Situation, als ihnen lieb ist. So lange man noch in Untersuchungen steckt, lassen sich die Gefühle mehr oder weniger gut in Schach halten. Es sind viel mehr die Untersuchungspausen und die Zeiten nach den Untersuchungen, die Frauen als besonders schwierig beschreiben.

Instinktiv spüren Frauen, dass ihre Seele bei allen medizinischen Bemühungen auf der Strecke geblieben ist. Der Körper wird rauf und runter gescannt, der Partner wird durchgecheckt und die Seele – sie wird kaum beleuchtet und erfährt selten Streicheleinheiten.

Für viele körperliche Abläufe können Antworten gefunden werden. Doch wie sieht es mit der Seele in der Kinderwunschzeit aus? Manch eine Frau, die einen bislang unerfüllten Kinderwunsch mit sich trägt, fragt sich früher oder später:

„Gibt es vielleicht einen seelischen oder emotionalen Grund, warum ich momentan nicht schwanger werde?“

Könnte da etwas dran sein? Gibt es so etwas wie seelische Blockaden?

Die Meinungen sind gespalten: Zum einen sagen Experten, dass es keine seelischen Blockaden gibt, die eine Empfängnis verhindern könnten. Zum anderen gibt es zahlreiche glückliche Berichte von Paaren, die genau das Gegenteil verkünden.

Aus den jahrelangen Erfahrungen meines Praxis-Alltags gehöre ich zu den Therapeutinnen, die seelische Blockaden im Kinderwunsch erkennen können. Sie sind manchmal nicht der einzige Grund, können eine Empfängnis (und eine Zeugung) aber mitbeeinflussen.

Dabei muss es sich nicht immer um große Ereignisse oder traumatische Erlebnisse handeln. Manchmal sind es die vermeintlich kleinen Dinge, die eine Blockade entstehen lassen.

Wie erkennt man eine Blockade?

Eine Blockade zu erkennen ist gar nicht so einfach. Sie versteckt sich gerne in den Tiefen unseres Inneren und hat sich vollkommen unauffällig in unser Denken und Handeln integriert.

Wir tragen diese Blockaden „unsichtbar“ mit uns herum. Sie haben sich auf unserer inneren Festplatte regelrecht eingenistet. Diese „Informationen“ arbeiten im Hintergrund und können unter Umständen dafür sorgen, dass alles nach ihren Vorstellungen läuft.

Das kann Auswirkungen auf unser seelisches Empfinden und unsere körperlichen Reaktionen haben.

Was könnte eine Blockade sein?

Blockaden im Kinderwunsch können durch Glaubenssätze, Widerstände, Gehörtes, Erlebtes und Gesehenes entstehen.

Im Grunde kann jedes Thema und jedes Erlebnis eine Blockade nach sich ziehen. Es können Sätze sein, die wir in der Kindheit aufgeschnappt haben oder auch Bilder, die wir gesehen haben und nicht verarbeiten konnten.

Ängste sind ebenfalls häufig anzutreffen – oftmals ist uns das gar nicht so bewusst.

Wie könnte eine Blockade entstehen?

  • Jemand sagte einmal zu Dir: Werde bloß nicht wie Deine Mutter!
  • Jemand schimpfte wütend: Dein Vater kriegt nichts auf die Reihe.
  • Du glaubst: Kinder sind anstrengend.
  • Du hast gelesen: Geburten sind ein Horror.
  • Du denkst: Die Welt ist gefährlich.
  • Du hast Sorge: Mit Kindern ist das eigene Leben vorbei.
  • Du hast das Gefühl: Ich bin bestimmt keine gute Mutter.
  • Du bist überzeugt: Kind & Job = Unmöglich.
  • Du hast Angst: Mein Partner verdient nicht genug für uns alle.
  • Dir wurde suggeriert: Ich habe es nicht verdient, glücklich zu sein.
  • Du befürchtest: Alles bleibt an mir hängen.
  • Du hast Angst: Ich werde (wieder) dick und unansehnlich in der Schwangerschaft.

Kann man Blockaden lösen?

Ja, das kann man. Und eine Blockade zu lösen ist etwas wunderbar befreiendes: endlich kann man Ballast hinter sich lassen und erleichtert seinen Weg weiter gehen.

Manche Menschen haben jedoch Angst davor, in ihr Inneres zu schauen und daran zu arbeiten. Das ist verständlich, wenn es stark prägende Erlebnisse in der Vergangenheit gab. Oder wenn man im Dunklen tappt, was die eigenen Tiefen angeht.

Viel häufiger sind es jedoch Sorgen und Gedanken, die nicht bedrohlich sind und sich „nur“ unpassend einsortiert haben.

Ganz wichtig: Eine gute Therapeutin kennt und spürt die Grenzen, die diese Arbeit mit sich bringt. Meine goldene Regel lautet daher:

Man muss nicht alles in der Vergangenheit aufarbeiten. Bestimmte Dinge dürfen ruhen, während andere Themen sich geradezu wunderbar für eine Bearbeitung anbieten.

Wenn es „Klick“ macht

Können Blockaden aufgelöst werden, macht es im Inneren fast hörbar „Klick“. Nicht selten fühlt man sich, trotz eines anstrengenden Marsches, um ein Vielfaches erleichtert. Wenn Sorgen aufgelöst, Ängste erkannt und Gedanken bewusst gemacht werden, ist ein wichtiger Schritt Richtung Entlastung bereits getan.

Unser Inneres fängt an, einen neuen Status zu schaffen. Und dabei ist es gut möglich, dass die Seele spürt: „Ahhh…das tut gut. Jetzt fühlt es sich richtig an. Endlich fühle ich mich erleichtert und freier.“

Diesen frei gewordenen Speicher nutzen wir liebevoll, um neue und positive Impulse einzubringen.

Neue Wege können nun beschritten werden.

Was braucht es, um eine Blockade zu lösen?

Um eine Blockade zu lösen, braucht es ein wenig Mut, eine Portion Vertrauen und die Überzeugung: Es darf gut werden.

Methodisch bieten sich für die Lösung von Blockaden die Hypnose und die systemische Aufstellungsarbeit an. Mit Klick auf den Link erhältst Du mehr Informationen zu diesen Methoden.

Beide Herangehensweisen sind sehr sanft, umsichtig, respektvoll und effizient. Wenn Du mehr dazu erfahren möchtest, kannst Du mir auch gerne Deine Frage per Email stellen – ich antworte Dir zeitnah und persönlich.

Fazit

Das Aufspüren und Lösen von Blockaden im Kinderwunsch tut gut. Man erfährt eine große Entlastung und Sorgen oder Ängste können in einem neuen Licht betrachtet werden. Stockende Prozesse kommen in Gang und eine positive Entwicklung in Deinem Inneren darf sich vollziehen.

Auf Deinem Kinderwunschweg wird eine Weiche gestellt, die viel Gutes mit sich bringt. Für den Moment und für die Zukunft.

Ilka Sterebogen, Heilpraktikerin

Ilka Sterebogen, Heilpraktikerin

Kinderwunschpraxis Sterebogen

Ilka Sterebogen ist selbständige Heilpraktikerin in Limburg an der Lahn. Sie hat sich auf die Themen Kinderwunsch und Immunologie spezialisiert und betreut Frauen und Paare in ihrer Praxis vor Ort sowie online in ihrem virtuellen Praxisraum. Ihre Facebook-Gruppe Kinderwunsch Community 2.0 ist für alle Frauen da, die sich wohlwollend und persönlich austauschen möchten.

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